Die Farbmatrix-Belichtungsmessung erfolgt wie bei der F5 mittels 1005-Pixel-RGB-Sensor. Die Belichtungsbetriebsarten entsprechen dem, was Nikon seinen modernen Kameras mitgibt: Programmautomatik mit Shift-Möglichkeit (P), Zeit- (A) und Blendenautomatik (S) sowie manueller Belichtungsabgleich (M) sind möglich. Verschlußzeit und Blendenöffnung sind in halben oder Drittelstufen wählbar. Belichtungskorrekturen können in denselben Abstufungen von -5 bis +5 LW erfolgen.
Die Sucheranzeigen informieren umfassend über Fokus, Verschlußzeit, Blende, gewählte Belichtungsbetriebsart, das gewählte Meßsystem (mittenbetonte, 3-D-Farbmatrix- oder Spotmessung), Bildzähler und Blitzbereitschaft. Außerdem wird bei Bedarf eine elektronische Analoganzeige eingeblendet.
Die D 1 besitzt standesgemäß fünf AF-Meßfelder und verfügt über Einzel-AF (S), automatische Schärfennachführung (C) und manuelle Schärfeneinstellung. Die Schärfennachführung reagiert in P, S und A auf bewegte Motive. Der Fokussiervorgang startet in den Automatikprogrammen mit demjenigen AF-Meßfeld, das der CPU die nächstliegenden Objekte meldet. Die Schärfe wird bei bewegten Motiven in allen Automatiken nachgeführt. Ein gefundener AF-Meßwert bleibt fixiert, solange der zweistufige Auslöser sacht angetippt oder die kombinierte AF-L/AE-L-Taste gedrückt bleibt.
Man sieht, wie eng das Konzept der D 1 an die beiden analogen Vorbilder angelehnt ist. Die Vorteile für Fotografen liegen auf der Hand. Sie müssen sich beim Wechsel zur neuen Technologie nicht mehr wesentlich umgewöhnen oder können ohne Umstellung je nach Aufgabe dem einen oder anderen Medium den Vorzug geben. Die Digitaltechnik der D 1 läßt jedoch nicht mehr viele Wünsche offen, die nach einer konventionellen Kamera verlangen.
|