| F-Kameras - Nikon F5 | ||
| Es liegt auf der Hand, daß die Nikon F5 [ TD ] als Nikons Topmodell eine Art Quintessenz der Nikon Kompetenz in Sachen SLR darstellt. Der folgende Abschnitt möchte daher auch dem, der die Nikon F5 nicht erwerben kann oder will, einen allgemeinen Überblick über diese Kamera verschaffen. Die ganze Funktionsvielfalt der Nikon F5 kann und soll hier jedoch nicht erschöpfend behandelt werden. |
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| Andere Marken zogen Anfang der Neunziger dank konsequenter Erneuerung ihrer Produktpalette im Kampf um Marktanteile mit Nikons Topmodellen gleich oder gar an ihnen vorbei. Mit Kameras wie der F90 X zeigte Nikon zwar, daß man in der Lage war, den technologischen Anschluß zu halten, ohne auf Systemtreue zu verzichten. ''Wann lehrt Nikon die Konkurrenz wieder das Fürchten?'' war dennoch spätestens ab 1994 die Frage in den Fachblättern. Denn zumindest auf dem deutschen Markt hatte Nikon eine Zeitlang den Ruf des Herstellers von Spitzenprodukten gegen das Image ''zuverlässig aber altbacken'' eingetauscht. Der Fluch des guten Namens: von Nikon erwartet man eben immer mehr. Mitte 1996 erschienen die ersten Nikon F5 in Deutschland. Schlagartig kam die Definition dessen, was eine Traumkamera ist, wieder von Nikon. |
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| Ergonomisch ist dem Designerteam um Giorgio Giugiaro mit der Nikon F5 fast so etwas wie die Quadratur des Kreises gelungen: Die Kamera wirkt gleichermaßen modern designed und zeitlos wie ein Klassiker. Auf den ersten Blick fällt auf, daß sie weiterhin eine klassische Rückspulkurbel besitzt. Dann bemerkt man ein zweites LC-Display an der Kamerarückwand und ein kreisrundes Bedienungselement in der Rückwandklappe. Als nächstes ertappt man den Zeigefinger seiner rechten Hand dabei, wie er ein Einstellrad vorne am Handgriff dreht und stellt fest, daß die Nikon F5 zwei Einstellräder besitzt - das gewohnte hintere Rad für den Daumen ist geblieben. Der Hochformatauslöser der Nikon F5 ist fest integriert und das ganze Gehäuse der Kamera aus einem Guß. Diese einteilige Konstruktion verleiht dem Gehäuse eine höhere Stabilität als eine zweiteilige, wie sie bisher üblich war - und bietet etwas zusätzlichen Platz zum Einbau der komplexen ''Mechanik''. |
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| Das massive Gehäuse der Kamera besteht aus einer gehärteten Druckguß-Aluminiumlegierung. Das Suchergehäuse (wechselbar nach alter F-Tradition) ist aus Titan gefertigt. Nikon selber spricht von ''Panzerung'', wenn auch höflich in Anführungszeichen. Alle Tasten und Knöpfe der Nikon F5 sind gegen das Eindringen von Feuchtigkeit und Staub abgedichtet. Das Gewicht der Kamera - ohne die zum Betrieb nötigen acht Mignonbatterien oder den Akku MN-30 - beträgt stolze 1210 Gramm. Das ist viel, aber deutlich weniger als eine ''große'' F4 E auf die Waage bringt. Erstaunlicherweise liegt die Nikon F5 so gut in der Hand, daß das Gewicht keine Rolle zu spielen scheint. Auch kleine Hände kommen mit der Kamera gut zurecht. |
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